Die
Küstenlinien der Ostsee sind durch natürliche Einflüsse wie Strömungen,
Hochwasser und Sturmfluten einem steten Wandel unterworfen.
Die Ostsee ist ein sehr junges
Meer. Sie ist erst in der letzten Eiszeit enstanden und ihre Küste durch
abgelagerte Geschiebe (Moränen) in unterschiedlicher Höhe geprägt.
Die Reriker Steilküste hat
eine Höhe von 8 bis 13 Metern. Durch Wind, Grundwasser und Sturmfluten werden
hier im Jahresdruchschnitt 30 cm abgetragen.
Sehr hohe
Wasserstände haben aber in einigen Abschnitten innerhalb weniger Stunden
zu einem Landverlust von mehreren Metern geführt.
Die Straßenverbindung zur Halbinsel
Wustrow wurde bis 1997 seeseitig durch eine nur 2,00 bis 3,30 Meter hohe und im
schmalsten Bereich 10 Meter breiten Düne geschützt.
Durch den
ständigen natürlichen Abtrag war sie nicht mehr in der Lage ausreichenden
Schutz bei schweren Sturmflutereignissen zu gewährleisten.
Ein Durchbruch der Düne,
wie er bei der Strumflut 1995 am "Ellenbogen" der Halbinsel Wustrow erfolgte,
hätte nicht nur eine Beeinträchtigung des Zuganges zur Halbinsel bedeutet,
sondern auch eine Gefährdung der tiefliegendenden bebauten Flächen von
Rerik.
Aus
diesem Grunde hat das staatliche Amt für Umwelt und Natur im Herbst 1997
umfangreiche Aufspülungen auf einer Länge von 1,5 Kilometern zur Verstärkung
der Düne durchgeführt. Insgesamt wurden 200.000 m³ Sand aufgespült.
Die Düne hat nun eine Höhe von 4,10 Metern und eine Breite von 35 Metern
in der Krone und wurde mit Strandhafer bepflanzt.