Das
Freilichtmuseum Mueß, 1970 erstmals für Besucher freigegeben,
befindet sich auf einem rund 3 ha großen Gelände am Südufer
des Schweriner Sees.
Verschiedene
Museumsgebäude und Sonderaustellungen sind zu besichtigen.
Niederdeutsches
Hallenhaus samt Scheune (17.Jh),
Hirtenkaten
(18.Jh.),
Backofen,
Kleinbauernhaus,
Scheune,
Wohnhaus
mit Speicher (19.Jh.),
Dorfschule
(1840) mit Scheune.
Gegenwärtig
sind 15 Gebäude museal erschlossen, von denen 14 am alten Standort
verblieben sind. Dazu gehören:
Eine
Schmiede sowie ein Nachbau des Mueßer Spritzenhauses wurden
in das Gelände eingetragen.
Im
Kräutergarten kann man ca. 60 verschiedene Nutz- und Heilpflanzen
kennenlernen..
Das
Dorf Mueß - bereits 1304 in einer Urkunde als "Villa Muce"
erwähnt - brannte im Dreißigjährigen Krieg ab und
wurde völlig verwüstet.
Nach
dem Krieg ließ der Herzog von Mecklenburg/Schwerin, Adolf Friedrich
I. das Dorf wieder aufbauen, in dem er fünf Bauernstellen wieder
besetzte.
Später siedelten sich Büdner und Häusler an.
Bei
der Eingemeindung des Dorfes zu
Schwerin im Jahre 1936 existierten 5 Hufen (Bauernhöfe), 14
Büdnereien (Kleinbauernstellen) und 51 Häuslereien (Kleinstbauernstellen).
Das
beliebte Ausflugsziel trägt noch heute deutliche Züge eines
Bauerndorfes. Das Freilichtmuseum berichtet anschaulich über
die bäuerliche Lebensweise im 18.-20. Jh.
Am
einfachsten erreicht man Muess über die Autobahn A 241 - Abfahrt
Crivitz/Schwerin-Ost