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Von
größter Bedeutung ist das NSG für die Vogelwelt. Charakteristischer
Brutvogel auf dem Langenwerder ist die Sturmmöwe. Sie hat hier mit
3000 -4000 Paaren ihre größte Brutkolonie in Mecklenburg-Vorpommern.
Weitere brütende Möwenarten sind Silber- und Lachmöwe und in manchen
Jahren die seltene Schwarzkopfmöwe.
Daneben machen Seeschwalben den besonderen Wert des Langenwerders
aus. Regelmäßig brüten Küsten-, Fluß-, Zwerg- und Brandseeschwalbe.
Für die Küstenseeschwalbe ist der Langenwerder deshalb von besonderer
Bedeutung, weil er neben dem Walfisch, einer kleinen Insel in der
inneren Wismarbucht, der einzige Brutplatz an der gesamten Ostseeküste
von Mecklenburg-Vorpommern ist. Der Brutbestand beträgt etwa 100
Paare.
Ein
äußerst wichtiges Refugium stellt der Langenwerder auch für die
Zwergseeschwalbe dar, deren Bestand in den letzten Jahren an der
deutschen Ostseeküste außerordentlich stark zurückgegangen ist.
Auf dem Langenwerder gehört sie seit einem halben Jahrhundert wieder
zum festen Brutvogelbestand. Durchschnittlich sind es ca. 30 Paare.
Zu- und Abwanderungen erfolgen in Richtung Osten (Hiddensee, neben
Langenwerder einziger Brutplatz der Zwergseeschwalbe in Mecklenburg-Vorpommern)
und Westen (Naturschutzgebiet Bottsand, Schleswig-Holstein).
Von den Watvögeln
sind es nur wenige Arten, die im Schutzgebiet geeignete Brutplätze
finden. Eine davon ist der Austernfischer mit etwa 20 Brutpaaren.
Der unauffällige Sandregenpfeifer war zeitweise als Brutvogel ganz
verschwunden, seit 1974 brütet er regelmäßig in 6 bis 8 Paaren.
Seit 1986 hat sich eine kleine Rotschenkelpopulation entwickelt,
die auf 6 bis 7 Paare angewachsen ist. Auch für einige Wasservogelarten
stellt der Langenwerder ein wichtiges Brutgebiet dar. Dazu zählen
der Mittelsäger mit 20 bis 25 Paaren und die Brandgans, die erst
durch die Anlage von künstlichen Nisthöhlen zum ständigen Brutvogel
wurde. Von den Enten brüten regelmäßig Stockente, unregelmäßig Löffel-
und Schnatterente. Einen ersten Brutversuch an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns
unternahm die Eiderente 1985. Ein relativ neuer, sehr auffälliger
und für Seevogelkolonien so gar nicht typischer Brutvogel ist der
Höckerschwan, dessen Kolonie nach der ersten Brut 1970 schnell bis
auf über 50 Paare angewachsen ist. Langenwerder ist nicht nur als
Brutplatz von großer Bedeutung, sondern auch für viele Wasser- und
Watvogelarten, denen die umliegenden flachen Gewässerabschnitte
während des Zuges im Frühjahr und Herbst, teilweise auch im Winter
hervorragende Rastbedingungen bieten. Von den Enten sind es fast
alle Schwimmentenarten wie Stock-, Krick-, Löffel-, Pfeif-, Spieß-
und Schnatterente, die hier regelmäßig anzutreffen sind.
Genutzt wird das Gebiet auch von größeren Scharen von Graugänsen,
später im Jahr von Bläß- und Saatgänsen. Besonders zu erwähnen sind
die Ringelgänse, die vor allem im Frühjahr seit vielen Jahren auf
und am Langenwerder ihre Nahrung suchen, um die nötige Energie für
den Rückflug zu den Brutplätzen in der sibirischen Tundra anzusammeln.
Kurzbeschreibung
Schutzziel und Aufgabenstellung
Geomorphologie der Insel
Pflanzenwelt
auf Langenwerder
Tierwelt
auf Langenwerder
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Die gesamten
Ufersäume und die wattähnlichen Flächen im Südwesten der Insel bilden
vom Spätsommer bis in den Winter hinein äußerst wichtige Nahrungsräume
für eine Vielzahl von Watvögeln, von denen der Alpenstrandläufer
die mit Abstand häufigste Art ist. Hier können alle regelmäßig im
Mitteleuropa auftretenden Watvögel gesehen werden und gelegentlich
auch große Seltenheiten. Insgesamt wurden bisher über 250 Vogelarten
im Gebiet des Langenwerder registriert.
Aus der Klasse
der Säugetiere ist insbesondere die Familie der Mäuse zu erwähnen.
Sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für durchziehende Greifvögel.
Ferner sind Feldhase und Hermelin anzutreffen. Für die Brutvögel
des NSG ist der sporadisch vorkommende Rotfuchs eine große Gefahr.
Die Lurche sind mit einer kleinen Population der Wechselkröte vertreten.
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