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Fischerei ist in Rerik nach wie vor ein wichtiger Erwerbszweig. So
existieren heute elf Familien-Fischereibetriebe im Ostseebad, die
meist neben dem Verkauf von Frischfisch auch eine kleine Hofräucherei
betreiben.
Langleinen,
Reusen und Stellnetze im Salzhaff sowie in der Ostsee bringen je
nach Jahreszeit und Wetterlage nach mühevoller Arbeit unterschiedlichen
Fang.
Häufig
kann man in den frühen Morgenstunden die einlaufenden Fischerboote
am Fischereianleger beobachten. Ein Verkauf findet dort direkt meist
jedoch nicht statt.
Aber
pünktlich, wenn frisch geräucherter Aal, Makrele, Ostseelachs,
Dorsch, Scholle, Heilbutt oder Butterfisch aus dem Räucherofen
kommen, bilden sich kleine Schlangen von Käufern vor den Türen,
um ein noch warmes Stück von den beliebten Köstlichkeiten
zu ergattern.
Jeder
Fischer hat sein eigenes Räuchergeheimnis, welches von Generation
zu Generation weitergegeben wird. Nach dem Schlachten, ggf. von
Schuppen befreien und Salzen, wird der Fisch aufgespiesst.
Dann
werden die "Speete" (Spiesse) in den vorgewärmten Räucherofen
über ein Buchenholzfeuer gehängt.
Der
Ofen wird danach geschlossen und die Flammen anschließend
soweit erstickt, dass sich in der Glut bei richtiger Temperatur
der Rauch entwickeln kann.
Zum
rechten Zeitpunkt - je nach Geschmack und Grösse des Fisches
- kommt er dann goldbraun aus dem Ofen, wobei einem das Wasser im
Munde zusammenlaufen kann.
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Wir
danken Familie Never, die uns die Fotos ermöglicht hat.
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